Das Märchen vom anekdotischen Einzelfall

Zoë Beck

Es gibt Ereignisse in meinem Leben, über die ich nur ungern spreche. Ich werde auch heute nicht darüber sprechen, es reicht mir, dass ich seit über zwanzig Jahren mit der Erinnerung daran leben muss. Der erste Vorfall war übrigens auch in einer Silvesternacht, und ich gehöre zu den Frauen, die fragen müssen, warum sich so viele Menschen Anfang Januar 2016 für härtere Strafen bei sexualisierter Gewalt einsetzen, die sich vorher nicht wirklich für das Thema interessierten. Damit gehöre ich auch gleich zu den Frauen, denen man vorwerfen wird, die Ereignisse am Kölner Hauptbahnhof in der Silvesternacht instrumentalisieren zu wollen. Oder kleinreden zu wollen. Nichts davon trifft zu.

Mir wurde in den letzten Tagen von mir unbekannten Menschen – in der Hauptsache von Männern – vorgeworfen, ich wüsste wohl nicht, wie sich die Frauen in Köln gefühlt haben. Es folgte nicht selten der Wunsch, mir möge so etwas doch auch mal…

View original post 1,267 more words

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s